Psychotherapie bei mir ist anders - warum?

  1. Ich arbeite traumaorientiert. Das bedeutet, dass ich aktuelle emotionale Probleme und körperliche Symptome mit früheren stark belastenden Situation in Beziehung setze. Ich berücksichtige die Auswirkungen, die damals erzeugter traumatischer Stress auf Gehirn und Körper und damit auf Gefühle und Gedanken haben. Beispiele für frühere stark belastende Situationen können z.B. Schläge, Vernachlässigung oder feindliche Atmosphäre im Elternhaus, Mobbing in der Schule, längere Krankenhausaufenthalte als Kind, sexuelle Übergriffe. Das es lange her ist, heißt nicht, dass es vorbei ist.
  2. Ich arbeite Mittelhirn-orientiert und bilateral. Traumatischer Stress prägt sich im Mittelhirn und im Körper ein. Das besondere daran ist, dass er über Sprache nur unzureichend erreicht wird. In der damals stark belastenden Situation stand uns Sprache nicht zur Verfügung. Entweder weil wir noch zu jung waren oder weil das Erlebnis zu überwältigend war. Es hat uns "die Sprache verschlagen". Die von mir eingesetzten Techniken der bilateralen Stimulation mit wenig Sprechen erreichen die Speicherorte in Körper und Mittelhirn. Bilaterale Stimulation bedeutet, dass ein Reiz auf beiden Körperseiten gesetzt wird. Das kann über die Augen mittels Winken passieren, mittels spezieller Musik über die Ohren oder durch das wechselseitige Tippen in die Handinnenflächen.